Dennis Pauler
Dennis, Deutschland und die Welt
Gelesen: „Das Ultimatum von den Sternen“ von Robert A. Heinlein (1954)
Das außerirdische Wesen Lummox ist seit 200 Jahren im Besitz der Familie von John Thomas Stewart XI, seit ihn John Thomas Stewart VII von einer Forschungsreise mit zur Erde brachte. Seitdem ist der lammfromme Lummox auf Dinosaueriergröße gewachsen und mit einem großen Appetit auf alles gesegnet – besonders Stahl. Als Lummox auf eigene Faust auf Nahrungssuche geht und es dabei mit Besitzverhältnissen nicht so genau nimmt, prallen er und John auf besorgte Bürger und verknöcherte Bürokraten. Da Lummox groß und unheimlich ist, soll er getötet werden – doch das kann John natürlich nicht hinnehmen. Währenddessen trifft ein Raumschiff der Hroshii ein, die der Menschheit ein Ultimatum stellen und mit der Vernichtung der Erde drohen.
„Das Ultimatum von den Sternen“ stellt plakativ die Starrköpfigkeit vieler Menschen zur Schau und spart nicht an Kritik an eitlen Politikern und Bürokraten, die nur den eigenen Vorteil im Blick haben. Sein Alter (72 Jahre) merkt man dem Text deutlich an – da werden im Besprechungsraum große Mengen an Aschenbechern verteilt, die junge Frau hat eh nichts zu melden und telefoniert wird meist noch per Festnetz. Die Diskussionen zwischen Politikern, Bürokraten und Richtern nehmen einen großen Teil des Buches ein und lesen sich mitunter aus heutiger Sicht sperrig. Die Geschichte bleibt aber spannend und weiß mit mehreren Twists zu glänzen, auch wenn sich diese im Laufe der Handlung abzeichnen.
Für Freunde von SF-Klassikern und Handlungen, die sich Zeit lassen.